Der Vorstand hat gemeinsam mit den Spielern und Trainer entschieden, unsere Herrenmannschaft aus dem Spielbetrieb der 2. Liga abzumelden. Die offizielle Meldung an den Deutschen Rugby Verband ist auf dem Weg. Die Rugbyunion tritt künftig als SG Oberhavel an, gemeinsam mit dem SV Stahl Hennigsdorf und dem Veltener Rugby Club in der Regionalliga. Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht. Sie ist trotzdem richtig.
Warum wir diesen Schritt gehen
Zwei Mannschaften in zwei Ligen brauchen einen Kader, den wir im Moment schlicht nicht haben. Mehrere Spieler fallen langfristig verletzt aus, dazu kommen Abgänge, die wir nicht ersetzen konnten. In den vergangenen Wochen war absehbar, dass wir beide Ligen nur noch mit Mühe und mit ständigen Doppelbelastungen bedienen können.
Genau daran wollen wir unsere Spieler nicht verheizen. Wer nach einer Verletzung zu früh zurückkommt, weil sonst niemand da ist, wer auf einer Position spielt, die er nie gelernt hat, der trägt ein Risiko, das kein Ergebnis rechtfertigt.
Dazu kommt die wirtschaftliche Seite. Zwei Ligen bedeuten doppelte Auswärtsfahrten, doppelten Organisationsaufwand und doppelte Kosten rund um die Spieltage, getragen von denselben Ehrenamtlichen und aus demselben Etat. Dieses Geld und diese Zeit stecken wir lieber in Training, Ausbildung und in unseren Nachwuchs.
Was sich jetzt ändert
Alle Spieler laufen ab sofort gemeinsam in der Regionalliga auf. Kein Aufteilen mehr auf zwei Kader, kein Abwägen, wer in welcher Liga gebraucht wird. Wir trainieren zusammen, wir spielen zusammen, und das Mannschaftsgefüge bleibt erhalten. Das war uns der wichtigste Punkt. Wir wollten nicht zusehen, wie eine Mannschaft an der Überlastung auseinanderfällt, sondern lieber eine bilden, die trägt.
Für die Regionalliga heißt das mehr Konkurrenz um jeden Platz im Kader, längere Pausen zwischen den Einsätzen und mehr Substanz auf der Bank. Wir sind überzeugt, dass man das auf dem Platz sehen wird.
Und dann?
Der Rückzug ist kein Schlusspunkt, sondern eine Zwischenstation. Wir bauen den Kader wieder auf, bringen unsere Verletzten in Ruhe zurück und entwickeln die Spieler, die nachrücken. Wenn die Basis stimmt, greifen wir wieder an. Der Weg zurück in die 2. Liga führt über die Regionalliga, und den gehen wir.
Danke an alle, die in dieser Saison bereits über ihre Grenzen gegangen sind, an Trainer und Betreuer, an unsere Sponsoren und an alle, die am Spielfeldrand stehen. Ihr bekommt jetzt eine Mannschaft zu sehen, die geschlossen auftritt und mit Spielfreude, Einsatz und Willen zu alter Stärke zurückfinden wird.
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