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Mit Biss zum Sieg

 

 

Glückliche Sieger, Regionalmeister!

 

 

 

Monate des Trainings, Stunden um Stunden die gleichen Bewegungen, nun endlich Wettkampf vor tausenden Zuschauern im Velodrom, Mütter und Väter, Freunde und andere Mannschaften, jetzt muss alles sitzen. Arme, Beine, Körper in Grün und Rot wirbeln durch die Luft, laute Musik gibt den Takt vor. Sarah R. nimmt Anlauf, schlägt ein Rad, setzt die Hände zum FlickFlack auf und spürt einen stechenden Schmerz im Ellenbogen. Sie zuckt zusammen, ihre beiden Trainerinnen sehen sofort, dass sie sich verletzt hat. Für Janice Vogel und Saskia Finke geht es um Sekunden, brechen sie das Programm ab? Monate der Vorbereitung umsonst, doch Gesundheit geht vor. Ihr Team nimmt ihnen die Entscheidung ab. Die Wurzeln der Hohen Neuendorfer Cheerleader liegen auf dem Rugbyplatz, das prägt, das schafft Durchhaltewillen. Alle rücken enger zusammen, werden nicht hektisch, ziehen ihre Choreographie bis zum Ende durch, Cheerleading ist ein Teamsport, und das Hohen Neuendorfer Team wächst in diesen Minuten noch enger zusammen, wächst über sich hinaus. Aus vielen Körpern wird ein einziger. Nach dem Ende des Auftritts wird Sarah von den Sanitätern versorgt, es folgen bange fünfzehn Minuten des Wartens, schließlich das Ergebnis: Erster Platz, Regionalmeister! Damit hatte niemand gerechnet, Freudentränen fließen, Trainer, Betreuer, Cheerleader fallen sich in die Arme, sind überwältigt vom eigenen Erfolg. Die Regionalmeisterschaft Nordost, die am vergangenen Wochenende stattfand, wird wohl für jeden Cheerleader der Rugbyunion Hohen Neuendorf ein unglaubliches Erlebnis bleiben. Rund 1800 Cheerleader aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern haben am 24.03.2018 im Velodrom Berlin daran teilgenommen und um einen Platz auf dem Treppchen gekämpft.

 

An diesem Tag standen insgesamt drei Teams der RUC-Familie auf der Matte. Den Anfang machten dabei die RU Cuties. Schon bei der Generalprobe überraschten sie ihre Trainer mit einem sehr sauberen Programm, an welchem bis zum letzten Tag vor der Meisterschaft noch hart gearbeitet wurde. Doch dann auf der Matte die große Überraschung. Ein noch besserer Durchlauf als jemals zu vor. Die Erleichterung und Freude der Trainer und der Kids war deutlich zu spüren. Mit dieser super Leistung konnten sie sich den 4. Platz von sechs sichern. „Wir sind so stolz auf die Mädels, wir hätten niemals erwartet das sie das Programm so sauber präsentieren können“, so Henriette Fischer, eine der zwei Trainerinnen der Cuties.

Als nächstes waren die Kleinsten an der Reihe, die RU Candys. Auch hier wurde ein sehr sauberes Programm gezeigt. Die besonders vielen synchronen Elemente waren das deutliche Highlight des Auftritts wovon, sich der ein oder andere ``große Cheerleader`` eine Scheibe abschneiden könnte. Trotz der sauberen und sturzfreien Routine der RU Candies reichte es nur für den 14. Platz von insgesamt fünfzehn Teams. „Wir sind sehr stolz auf das Team, auch wenn die Platzierung anders ausging als wir erwartet haben, was wir sehr schade finden.“, so die Trainer Nora Finke und Anna Franz.

 

Um 17.15 konnten nun endlich die Ceniors, die RU Crime, der Jury zeigen wofür sie monatelang gearbeitet, geschwitzt und gekämpft haben. Auch hier ließ die Generalprobe auf ein gutes Ergebnis hoffen. Man sah jedem der Mitglieder deutlich die Aufregung in den Gesichtern an. Nach 2 min und 30 Sekunden war auch schon wieder alles vorbei. Die Stimmung nach dem Auftritt war leider nicht von glücklichen und erleichternden Cheerleadern geprägt. Tränen und Sorgen um ihr Teammitglied, das sich beim dem Auftritt verletzt hatte, waren die dominierenden Gefühle. Kurze Zeit später dann die erleichternde Nachricht, ihr geht es gut. Kurze Zeit später konnte die Verletzte auch zu ihrem Team zurück. „An dieser Stelle ein großes Lob an die Organisation der Sanitäter die sich vor Ort sofort um jeden Verletzten kümmerten.“ spricht Saskia Finke ihre Dankbarkeit aus. Es folgte die Siegerehrung der Ceniors. Nach nervenzerreißenden Minuten schließlich das überraschende Ergebnis. Die RU Crime belegten den 1. Platz von insgesamt sechs startenden Teams. Der Jubel kannte keine Grenzen. „Dieses Gefühl kann man nicht in Worte fassen. Man war kurz davor das Programm abzubrechen, wegen unserem verletzten Teammitglied. Wir sind aber unfassbar stolz auf Sarah wie auch auf das gesamte Team, dass sie bis zum Schluss durchgezogen und gekämpft haben!“, so Janice Vogel und Saskia Finke, beide noch sichtlich aufgelöst nach ihrem Triumph. In der Deutschlandwertung hat das Team den zwölften von 28 Plätzen belegt und ist nur um 0,34 Punkte an der Qualifikation der deutschen Meisterschaft(DM) vorbeigeschrammt. Damit sind die Cheerleader der Rugbyunion voll im Plan, das Ziel, an der DM teilzunehmen, rückt in greifbare Nähe. In den folgenden zwei Osterwochen folgt nun eine wohlverdiente Pause, doch anschließend geht das Training weiter. Die Mannschaft hat noch viel vor.

 

Text: Niclas Lakatos und Saskia Finke